Narkose bei Kindern

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Für Kinder, insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder, gelten bei Eingriffen unter Narkose andere Voraussetzungen als bei Erwachsenen. Besonderheiten, die es bei der Anästhesie eines Kindes zu beachten gilt, liegen beispielsweise im Bereich der Atmung, der Herz- und Kreislauf-Regulation, in noch nicht ausgereiften Organfunktionen sowie der Regulation der Körpertemperatur.

Wenn das eigene Kind operiert werden muss, ist dies immer eine angespannte Situation. Nicht nur für das betroffene Kind, sondern für die ganze Familie. Eltern sollten sich aber immer bewusst machen, dass der Eingriff ihrem Kind hilft, und dass sie der Erfahrung der Ärzte vertrauen können. Die Entscheidung für eine Operation fällen Ärzte nie leichtfertig. Sie wird nur erwogen, weil das Kind eine Erkrankung hat, die nicht anders behandelt werden kann, oder weil eine Operation die beste unter den zur Verfügung stehenden Behandlungsalternativen für das Kind ist.

Wie bereiten Eltern ihr Kind auf eine Operation vor?

Zunächst sollten sich die Eltern selbst über die bevorstehende Operation und das Thema Narkose genau informieren, um ihr Kind behutsam an das Thema heranführen und mögliche Fragen beantworten zu können. Je nach Alter des Kindes können offene Gespräche, Vorlesen, Malen oder spielerische Übungen bei der Vorbereitung auf die Abläufe und Geräte in einem Krankenhaus und bei einer ambulanten Operation hilfreich sein. Dinge, die noch unklar sind und unbeantwortete Fragen sollten unbedingt aufgeschrieben und beim Vorgespräch mit dem Anästhesisten angesprochen werden. Generell gilt: Je entspannter die Eltern sind, desto weniger Angst hat auch ihr Kind. Eventuelle Unsicherheiten sollten sich Eltern nicht anmerken lassen.

Vorgespräch mit dem Anästhesisten (Prämedikationsvisite)

Vor jeder Operation findet ein Termin mit dem Anästhesisten statt, die sogenannte Prämedikationsvisite. Dieser ist für Eltern und Kinder die beste Gelegenheit, alle Fragen, Unsicherheiten und Ängste offen anzusprechen. Während des Termins wird der Anästhesist – auch unter Berücksichtigung vorliegender ärztlicher Unterlagen – den Gesundheitszustand des Kindes beurteilen und den Eltern ein Narkosekonzept empfehlen. Hierfür geht der Anästhesist gemeinsam mit den Eltern einen Anästhesie-Aufklärungsbogen durch. Bei diesem Termin können Eltern auch klären, ob sie das Kind bis zur Einleitung der Narkose in den Operationssaal begleiten können und ob sie es im Aufwachraum mitbetreuen dürfen. Ist ein ambulanter Eingriff geplant, sollten die Eltern erfragen, wie lange sich das Kind nach der Narkose/Operation zu Hause schonen muss und was darüber hinaus im Anschluss an die Operation zu beachten ist.

Zu dem Aufklärungsgespräch mit dem Anästhesisten sollten Eltern alle Vorbefunde, das gelbe Heft mit den Befunden der Vorsorgeuntersuchungen, Arztbriefe, Allergiepass, Impfpass und einen eventuell bereits vorhandenen Anästhesie-Ausweis mitbringen. Sie sollten den Anästhesisten über regelmäßig eingenommene Medikamente in Kenntnis setzen. Der Anästhesist bespricht dann mit den Eltern, ob und wie das Kind die Medikamente vor der Operation einnehmen soll. Ferner sollten Sie den Anästhesisten informieren, wenn das Kind kürzlich Kontakt zu Personen mit einer ansteckenden Erkrankung hatte.

Der Operationstag - die OP-Vorbereitung

Ablauf der Operation – sichere Anästhesie & lang anhaltende Blockade von Schmerzen

Nach der Operation – Schmerzfreiheit ist das Ziel

Einige Buchtipps, mit denen Kinder an das Thema herangeführt werden können, finden Sie hier:
www.sichere-narkose.de/narkose-fuer-jung-und-alt/narkose-fuer-kinder/kinderbuecher.html

Quellen:
sichere-narkose.de

„Anästhesie bei Kindern. Informationen für Eltern“, Medical Event & Publisher Services GmbH in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Dt. Anästhesisten sowie dem Wissenschaftlichen Arbeitskreis Kinderanästhesie (WAKKA) der Dt. Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), Nürnberg, 1. Auflage, 2016

Autor/Autoren: Sabine Ritter, Moni Traute

Experte: Dr. med. Karin Becke, Nürnberg; Prof. Dr. med. Christoph Bernhard Eich, Hannover; Prof. Dr. med. Claudia Höhne, Leipzig

Letzte Aktualisierung: 18.04.2017


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