Einsatz von Defibrillatoren

Defibrillator-Icon
©29mokara - fotolia.com - Dieses Zeichen (meist in grün oder rot) weist an Bahnhöfen und anderen öffentlichen Plätzen auf einen Defibrillator hin

Beim Defibrillator handelt es sich um ein medizinisches Gerät, das durch gezielte Stromstöße den aus dem Takt geratenen Herzrhythmus normalisieren kann. Wiederbelebungsmaßnahmen wie die Herzdruckmassage im Falle eines Herzstillstandes können durch einen Defibrillator ergänzt werden. Sein Einsatz kann die Herzdruckmassage nicht ersetzen, die Überlebenswahrscheinlichkeit für Patienten mit bestimmten Herzrhythmusstörungen jedoch erhöhen.

Die in öffentlichen Gebäuden wie Bahnhöfen und Flughäfen verfügbaren Defibrillatoren funktionieren weitgehend automatisch. Sprachanweisungen informieren die Ersthelfer detailliert über notwendige Schritte.

Die Herzdruckmassage darf beim Einsatz des Defibrillators nur während der Analyse des Herzrhythmus und der Schockgabe unterbrochen werden. In diesen beiden Phasen dürfen Ersthelfer den Bewusstlosen nicht berühren. Die Schockgabe erfolgt je nach Gerät per Knopfdruck oder automatisch. Die Informationen, wann welche Maßnahmen durchzuführen sind, kommen per Sprachanweisung. Funktioniert der Defibrillator nicht korrekt oder sind Unklarheiten aufgetreten, dann ist direkt wieder mit der Herzdruckmassage zu starten bzw. diese fortzusetzen.

Bis die Rettungskräfte eintreffen oder der Patient das Bewusstsein wiedererlangt und selbstständig atmet, muss nach Einsatz des Defibrillators die Herzdruckmassage und wenn gelernt, die Beatmung, weiter durchgeführt werden. Der Defibrillator meldet sich in regelmäßigen zeitlichen Abständen mit Sprachanweisungen, um entweder die Herzdruckmassage durch Vorgabe der Taktfrequenz zu unterstützen oder um erneute EKG-Kontrollen beim Patienten durchzuführen.

Quellen:
https://www.einlebenretten.de

https://www.dgai.de/projekte/100-pro-reanimation
https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/erste-hilfe-online/

http://www.anaesthesist-werden.de/notfallmedizin

Autor/Autoren: Sabine Ritter, Moni Traute

Experte: Priv.-Doz. Dr. med. Jan-Thorsten Gräsner, Kiel

Letzte Aktualisierung: 22.11.2016

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