Nach der Operation – Schmerzfreiheit ist das Ziel

Direkt nach der Operation wird das Kind meist in den Aufwachraum verlegt und weiter von Ärzten und Pflegepersonal überwacht, bis die Wirkung der Narkose abgeklungen ist. Je nach Struktur des Krankenhauses, des OP-Zentrums oder der Praxis können die Eltern schon im Aufwachraum wieder bei ihrem Kind sein. Sie sollten geduldig darauf warten, bis ihr Kind aufwacht. Es ist möglich, dass es beim Aufwachen weint und unruhig ist. Ob dies schmerzbedingt ist oder nicht, kann Ihr Anästhesist feststellen. Auch in dieser Situation ist es wichtig, dass die Eltern ruhig bleiben und dem Kind Sicherheit geben.

Auch nach der Operation zählt das Ausschalten von Schmerzen oder zumindest eine deutliche Linderung möglicher Schmerzen zu den wichtigen Aufgaben eines Anästhesisten. Nach einem kleinen Eingriff erhält das Kind Schmerzmittel möglicherweise als Saft, Tropfen oder Zäpfchen, bei einem großen Eingriff werden die Schmerzmittel öfter in einer Infusionslösung via Tropf verabreicht. Werden größere Schmerzen nach dem Eingriff erwartet, wird nach Möglichkeit entweder ein in Narkose gelegter Schmerzkatheter verwendet (Regionalanästhesie) oder (etwa ab dem Schulkindalter) nach der Operation ggf. eine Schmerzpumpe (PCA-Pumpe, Patientenkontrollierte Analgesie) eingesetzt, die auf Knopfdruck schnell Medikamente zur Schmerzlinderung zuführt.

Nach einem ambulanten Eingriff kann das Kind in der Regel nach ein bis drei Stunden wieder mit seinen Eltern nach Hause fahren. Es muss sich allerdings noch schonen. Hierüber klären der Anästhesist und der Operateur die Eltern schon im Vorgespräch auf, damit sie die nächsten Stunden bis Tage entsprechend planen können. Ferner sollten, zumindest bei Kindern im Vorschulalter, zwei Personen das Kind mit dem Auto abholen: ein Fahrer und eine Betreuungsperson für das Kind während der Fahrt. Auch zu Hause ist am Tag der Abholung eine ständige Betreuung notwendig.

Um die Schmerzen nach dem Eingriff gering zu halten, bekommt das Kind vorbeugend Schmerzmittel, die auch zu Hause bei Bedarf in Form von Zäpfchen, Tabletten oder Säften verabreicht werden sollen. Zum Umgang mit starken Schmerzen, anhaltender Übelkeit mit Erbrechen, Fieber oder Atembeschwerden nach der Operation erhalten Sie bei einem ambulanten Eingriff Informationen während des Vorgesprächs sowie bei der Entlassung.

Autor/Autoren: Sabine Ritter, Moni Traute

Experte: Dr. med. Karin Becke, Nürnberg; Prof. Dr. med. Christoph Bernhard Eich, Hannover; Prof. Dr. med. Claudia Höhne, Leipzig

Letzte Aktualisierung: 18.04.2017


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