Das könnte Sie auch interessieren

Herzstillstand - sofortige Hilfe ist entscheidend

Herzstillstand - bei der Reanimation zählt jede Minute. Helfer vor Ort können Leben retten. Deshalb ist es wichtig, Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen und den Mut zu haben, diese anzuwenden. Dafür steht auch der Internationale Tag der Ersten Hilfe am 14.9.

©pixelaway - fotolia.com

Jedes Jahr erleiden in Deutschland etwa 75.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb einer Klinik. Laut Deutschem Reanimationsregister trauen sich mittlerweile bei fast jedem zweitem dieser Notfälle (43,5%) Laien und speziell ausgebildete Ersthelfer (First Responder) eine Reanimation bis zum Eintreffen des Notarztes zu.

Schnelle Reanimation rettet Leben

Diesen mutigen Ersthelfern verdanken die Notfall-Patient oft ihr Leben. Denn die Überlebenschancen des Patienten steigen enorm, wenn sofort mit der Reanimation begonnen wird. Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) hat errechnet, dass pro Jahr tausende Menschen mehr eine Herzattacke überleben würden, wenn die Laien-Reanimationsquote weiter gesteigert werden könnte. Voraussetzung dafür ist, dass der Patient sofort wiederbelebt, schnell durch den Notarzt weiterbehandelt und in das richtige Krankenhaus gebracht wird - also die gesamte Versorgungskette funktioniert.

Mut zum Helfen: So funktioniert die Herzdruckmassage

Eine kräftige Herzdruckmassage überbrückt die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes (112 rufen!) und hat schon viele Leben gerettet. Der größte Fehler ist, nichts zu tun. Mit jeder Minute, die nichts passiert, sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit. Dabei ist die Herzdruckmassage im Grunde simpel. Wer sich eine Atemspende nicht zutraut, kann allein mit dem Drücken Leben retten.

Die Herzdruckmassage ist angebracht, wenn jemand bewusstlos ist, weder auf Ansprache noch auf Berührung reagiert und nicht oder nicht normal atmet. Um das zu prüfen, kann man den Kopf desjenigen nach hinten beugen, auf die Atmung horchen und schauen, ob sich der Brustkorb hebt und senkt. Im Zweifel geht man besser davon aus, dass keine Atmung vorhanden ist.

Gedrückt wird beim auf dem Rücken Liegenden in der Mitte des Brustkorbs. Der Hilfeleistende kniet sich dafür neben den Körper des Bewusstlosen und drückt mit übereinandergelegten Händen kräftig und rhythmisch. Man drückt etwa 100-Mal pro Minute, das entspricht dem Rhythmus vieler bekannter Lieder, zum Beispiel "Stayin' Alive" von den Bee Gees. Man kann erstmal sanft beginnen, aber in der Regel muss man ordentlich Kraft aufbringen.

Dass der Betroffene zu sich kommt, passiert in der Regel nicht. Insofern wird gedrückt, bis der Rettungsdienst kommt, auch wenn es länger dauert als erwartet. Geht einem Helfer die Kraft aus, kann ein anderer weitermachen. Im Grunde ist die Maßnahme sehr einfach, aber selbst ungeübtes Drücken hilft. Wenn man aber gewappnet sein möchte, ist es gut, regelmäßig, alle drei bis fünf Jahre, einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen, um das Notfall-Wissen aufzufrischen.


Weitere Informationen unter: 

Quellen: dpa, äin-red, Deutsches Rotes Kreuz, DGAI

September 2019


Weitere Gesundheitsthemen

Frauengesundheit   www.frauenaerzte-im-netz.de

HNO-Heilkunde   www.hno-aerzte-im-netz.de

Allgemeine & Innere Medizin    www.internisten-im-netz.de

Kindergesundheit    www.kinderaerzte-im-netz.de

Lungenheilkunde   www.lungenaerzte-im-netz.de

Neurologie & Psychiatrie   www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org

 


Arzt-Homepage bei www.anaesthesisten-im-netz.de

Im Anästhesisten-Verzeichnis können Patienten z.B. nach einem geeigneten Schmerzmediziner in der Nähe suchen oder bei einem geplanten ambulanten Eingriff ihren Anästhesisten.

Auch Praxen, OP-Zentren und Kliniken, die freiberufliche Unterstützung benötigen, können hier eine Anästhesistin bzw. einen Anästhesisten (Honorar-Ärzte) aus der näheren Umgebung suchen.

Präsentieren Sie sich mit einer Arzt-Homepage im Anästhesisten-Verzeichnis!

Informationen und Anmeldung: www.monks-aerzte-im-netz.de